UNESCO-Biosphärenreservat Engiadina Val Müstair

Zusammen mit der Val Müstair und der Gemeinde Scuol bildet der Schweizerische Nationalpark (SNP) das UNESCO-Biosphärenreservat Engiadina Val Müstair. Seit dem 1. Januar 2016 ist die Gemeinde Scuol dritter Kooperationspartner. Das entsprechende Dossier wurde im September 2016 bei der UNESCO in Paris eingereicht. Diese wird darüber befinden, ob mit den vorgenommenen Anpassungen das Label definitv anerkannt werden kann.

Der Schweizerische Nationalpark wurde 1979 zum ersten Schweizer Biosphärenreservat der UNESCO ernannt. 1995 hat die UNESCO in Sevilla das Konzept der Biosphärenreservate erheblich angepasst und modernisiert. Im Rahmen des UNESCO-Programms «Der Mensch und die Biosphäre» (MABwerden Biosphärenreservate mit dem Ziel eingerichtet, eine ausgewogene Beziehung zwischen Menschen und der Biosphäre zu fördern und beispielhaft darzustellen. Die weltweit 564 Biosphärenreservate sind Musterregionen, in denen der Schutz der biologischen Vielfalt und der natürlichen Ressourcen im Einklang stehen mit deren nachhaltigen Nutzung. 

Den neuen Anforderungen der UNESCO wurde der Schweizerische Nationalpark (SNP) nicht mehr gerecht, da er ausschliesslich aus einer streng geschützten Kernzone besteht. Aus diesem Grund hat der SNP ab 2001 die Zusammenarbeit mit der Val Müstair gesucht, um dort eine Pflege- und eine Entwicklungszone einzurichten. In einem ersten Schritt hat die Biosfera Val Müstair den Status eines regionalen Naturparks gemäss neuem Natur- und Heimatschutzgesetz beantragt. Der regionale Naturpark Biosfera Val Müstair ist seit 2010 vom Bund als regionaler Naturpark anerkannt. Am 2. Juni 2010 hat die UNESCO mit zwei Auflagen das Label provisorisch erteilt: 

Auflage 1:  Die Kernzone muss auf Schweizer Gebiet von einer Pflegezone umschlossen sein.
Auflage 2:  Für alle Zonen muss ein integraler Managementplan vorliegen.

Weitere Informationen:


Zusätzliche Links:

Internationale Leitlinien für Biosphärenreservate

Sevilla-Strategie für UNESCO-Biosphärenreservate

MAB (Man and Biosphere)-Programm

Anerkennungsurkunde UNESCO