Kreuzotter

Die bis zu 60 cm lange Kreuzotter ist die einzige im Nationalpark auftretende Schlangenart.

Sie lebt im Bereich feuchter Wiesen, an sonnigen Waldrändern und auf Geröllhalden bis in eine Höhe von beinahe 3000 m ü.M. Kreuzottern sind leicht reizbar und in diesem Zustand für den Menschen gefährlich. Ihr Gift setzen sie zur Erlegung ihrer Beute – Mäuse, kleine Vögel, Frösche und Bergeidechsen – ein.

Im Gebirge bringt ein Kreuzotterweibchen alle 2–3 Jahre 4–18 Junge zur Welt. Im Gegensatz zu den meisten anderen Reptilien sind Kreuzottern lebendgebärend.

Schlangen sind wechselwarme Tiere. Sie verbringen den Winter in einer Kältestarre bei wenigen Grad Celsius im Boden. Nach Verlassen des Winterunterschlupfs paaren sich die Kreuzottern im Mai.

Eine Kreuzotter mit ihrer perfekten Tarnung kann man leicht übersehen. Häufig liegen sie aufgerollt und bewegungslos im Gras und lassen sich von der Sonne aufwärmen.