M13 zurück in Graubünden

Medienmitteilung vom AJF vom 25. Juni 2012

M13 ist zurück in Graubünden. Die letzten Wochen hat er im Veltlin verbracht. Am vergangenen Wochenende ist er im Bergell und im Oberengadin beobachtet und identifiziert worden.

M13 ist im Laufe des Junis wiederholt im benachbarten Veltlin in der Nähe von Sondrio (Valmalenco, Valmasino) registriert worden. Am Samstagmorgen 23. Juni um 8.00 erfolgte eine Beobachtung in der Nähe des Albignastausees im Bergell. Gestern Abend tauchte M13 nahe der Julierpass Strasse auf. Zahlreiche Passanten konnten verfolgen wie sich M13 parallel zur Pass Strasse Richtung Silvaplana bewegte. Aufgrund der gelben Ohrmarke und des schwarzen Halsbandes konnte der talwärts ziehende Bär von der Wildhut als M13 identifiziert werden. Mit dem Erreichen der Waldgrenze hat sich der Bär den Blicken der zahlreichen Zuschauer entzogen.
Bär M13 hat am 30. April einen Zusammenstoss mit einer RhB-Lokomotive 2012 mit geringfügigen Verletzungen überlebt. Bei diesem Zwischenfall wurde das GPS-Sendegerät zerstört. Nach kurzer Erholung von diesem Unfall hat sich M13 via Val S-charl und Münstertal nach Italien abgesetzt. Die letzten Wochen hat er im benachbarten Veltlin verbracht. Dabei hat sich weitgehend von Siedlungen fern gehalten und keine grossen Schäden verursacht.

Medienmitteilug AJF vom 7. Mai 2012

Der Bär M13 hat den Zusammenstoss mit einem Zug der Rhätischen Bahn (RhB) überlebt. Beim Zwischenfall wurde aber der GPS-Sender, mit dem der Bär ausgerüstet worden war, zerstört. Der andere im Engadin vor Wochenfrist aufgetauchte Bär ist vià Schweizerischen Nationalpark – Val Bever – Julierpass nach Bivio gewandert.

Bär M13 hat den Zusammenstoss mit einer RhB-Lokomotive am 30. April 2012 überstanden. In den ersten beiden Tagen nach dem Zusammenstoss war sein Bewegungsradius noch stark eingeschränkt. Mittlerweile hat er diesen wieder erheblich erweitert. Leider wurde bei dem Zwischenfall das GPS-Sendergerät zerstört. Mit wieder zunehmendem Aktionsradius des Bären erhöht sich damit das Problem seinen Standort zu kennen. Die letzte Registrierung stammt vom vergangenen Samstagsabend im Val S-charl auf Gemeindegebiet von Scuol. Seither fehlen aktuelle Hinweise.
Jener Bär, der vor einer Woche in der Umgebung von Zernez beobachtet werden konnte, hat in den letzten Tagen eine grössere Tour unternommen. Zuerst besuchte er den Schweizerischen Nationalpark, dann konnten seine Spuren im Val Bever geortet werden. Über die fast 3000 Meter über Meer gelegene Fuorcla d’Agnel hat er sich anschliessend zum Julierpass und weiter nach Bivio verschoben. Am Wochenende hat sich seine Spur unterhalb von Bivio im dort aperen Gelände verloren. Von Seiten der Bevölkerung sind keine Beobachtungen oder Schadensmeldungen eingegangen.

2. Mai: Bär erstmals auch im Oberengadin nachgewiesen

Parkwächter des Nationalparks fanden am 2. Mai im Raum S-chanf Spuren eines Braunbären. Am 3. Mai wurden Spurenfunde aus Bever gemeldet. Erstmals hat damit ein Bär auch das Oberengadin aufgesucht. Um welchen Bären es sich genau handelt, konnte nicht eruiert werden. Ausgeschlossen werden kann der Bär M13, der sich nach seiner Kollision mit einem  nach wie vor im Unterengadin aufhält.

Medienmitteilung AJF vom 1. Mai 2012: Bär M13 von Zug erfasst
Gestern Nacht (30. April) wurde der besenderte Bär von einem Spätzug erfasst. Ob er dabei Verletzungen erlitten hat, wird derzeit abgeklärt. Gleichzeitig wurde im Ofenpassgebiet ein weiterer Bär gesichtet.
Gestern Abend kam es im Unterengadin zwischen dem Bär M13 und einem Spätzug der RhB zu einer Kollision. Die umgehend informierten Wildhüter konnten auf der fraglichen Unfallstelle jedoch keine näheren Hinweise für den Zusammenstoss finden. Ebenso war die Peilung mit der VHF-Antenne zunächst erfolglos. Heute Morgen konnte M13 aber dank den GPS-Peilungen geortet werden. Seither steht das Tier unter ständiger Beobachtung. Der Bär verhält sich ruhig. Grössere Verletzungen konnten nicht festgestellt werden.
Fast gleichzeitig wurde im Ofenpassgebiet eine Bärenbeobachtung gemeldet, die im Laufe der Nacht von der Wildhut bestätigt werden konnte. Um welches Tier es sich dabei handelt, ist nicht bekannt.

Auskunftspersonen:
Dr. Georg Brosi, Amt für Jagd und Fischerei, Tel. 081 257 38 92
Hannes Jenny, Wildbiologe, Amt für Jagd und Fischerei, Tel. 081 257 38 92

Am Ostersamstag wurde in der Val S-charl bei Scuol, an der Grenze zum Nationalpark, ein junger Bär beobachtet. Das Tier ist an einer gelben Ohrmarke im linken Ohr erkennbar. Das Tier zeigte keine ausgeprägte Scheu vor Menschen. Über Ostern gingen weitere Beobachtungshinweise ein. Videoaufnahmen des Bären.

Merkblatt zum Verhalten bei Bärenbegegnungen.

Medienmitteilung AJF vom 12. April 2012: Bär M13 wurde erfolgreich besendert
Gestern Nacht konnte M13 eingefangen und mit einem Senderhalsband ausgerüstet werden. Der Wildhut des Kantons Graubünden ist es gelungen, den seit einigen Tagen herumstreifenden Jungbären M13 in der Nähe von Scuol zu betäuben und ihm ein Senderhalsband anzulegen. Vorgängig hatte er in einem Gehege eine Ziege gerissen. Anlässlich der Aktion konnte festgestellt werden, dass es sich beim 120 Kilogramm schweren Tier tatsächlich um den männlichen Jungbären M13 handelt.
Mit der Besenderung ist die Grundlage gelegt, um gemäss geltendem "Konzept Bär Schweiz" eine engere Überwachung des Tieres sicher zu stellen und umgehend Vergrämungsmassnahmen einzuleiten. Damit soll letztlich eine Umerziehung erreicht werden. M13 muss wieder mehr Scheu vor den Menschen beigebracht werden, damit seine Fluchtdistanz wieder vergrössert werden kann. Damit soll auch verhindert werden, dass er regelmässig in Siedlungsnähe auftaucht und dort nach Fressbarem sucht.
Die Bevölkerung und die Touristen werden ihrerseits angehalten, Siedlungsabfälle und mögliche Nahrungsmittel für den Bären unerreichbar aufzubewahren bzw. sicher zu entsorgen. Solange M13 nutzbare Futterquellen in Siedlungsnähe findet, bleiben diese für ihn attraktiv und wird er versuchen, diese Stellen immer wieder aufzusuchen.

Auskunftspersonen:
Dr. Georg Brosi, Amt für Jagd und Fischerei, Tel. 081 257 38 92
Hannes Jenny, Wildbiologe, Amt für Jagd und Fischerei, Tel. 081 257 38 92
Gremium: Amt für Jagd und Fischerei Graubünden
Quelle: dt Amt für Jagd und Fischerei Graubünden
Datum: 12.04.2012