Bartgeier
Kaum ein anderer Vogel sorgt im Nationalpark für so viel Interesse wie der Bartgeier.
Der Bartgeier wurde im 19. Jahrhundert in den Alpen ausgerottet. Dieser früher fälschlicherweise als Räuber und «Lämmergeier» verschriene Vogel lebt in Wirklichkeit von Aas und Knochen. Seine Krallen sind nicht für den Beutefang geeignet. Historische Darstellungen unterstellen dem «Lämmergeier» räuberisches Verhalten. Sogar Kindsraub wurde ihm angelastet. Die imposante Spannweite von fast 3 Metern mag dafür verantwortlich gewesen sein, dass der Bartgeier als bedrohlich empfunden und dementsprechend verfolgt wurde.
Bartgeier ernähren sich primär von Knochen. Diese enthalten einen hohen Anteil an Fett und Eiweiss. Grössere Knochen lassen die Vögel aus grosser Höhe auf Steinplatten fallen, wo sie zersplittern. Der Bartgeier besetzt mit dieser Strategie eine ökologische Nische, die ihm niemand streitig macht.
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