Steinbock

Capra ibex

Wer kann sich heute vorstellen, dass der Alpensteinbock früher als wandelnde Apotheke betrachtet und deswegen ausgerottet wurde?

Der Steinbock verschwand bereits um 1650 aus Graubünden. Seine geringe Scheu und der Glaube des Menschen an die wundersame Heilwirkung von Steinbockpräparaten wurden ihm zum Verhängnis. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gelang es, dem italienischen König Vittorio Emanuele III ein paar der letzten Exemplare zu entwenden und in die Schweiz zu schmuggeln. Der Tierpark Peter und Paul in St. Gallen startete darauf ein weltweit einzigartiges Zuchtprogramm. 1920 wurden erstmals auch im Nationalpark Tiere aus dieser Zucht ausgesetzt. Heute leben rund 300 Steinböcke im Nationalpark.

Steinbock heisst auf romanisch «macun». Dieser «macun» lebt auch tatsächlich auf Macun und lässt keine Zweifel offen, woher der Name für das Gebiet der Seenplatte oberhalb von Lavin stammt. Seit dem 1. August 2000 sind auch diese Steinböcke Nationalparkbewohner.

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